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Bildung in den Vereinigten Staaten von Amerika (USA)

Das amerikanische Schulsystem und Bildungswesen

 

Amerikaner haben schon seit der frühen Kolonialzeit ein großes Anliegen an Bildung. Nach der Gründung der ersten Siedlung in Massachusetts (1620) zum Beispiel wurde von allen neuen Ansiedlungen verlangt, einen Lehrer anzustellen. Der Kontinentalkongress verfügte 1787, dass jede neugegründete Stadt zur Reservierung eines Grundstückes für öffentliche Schulen verpflichtet ist.

Fast 90 Prozent aller Schüler besuchen heute die kostenlosen öffentlichen Schulen, die über Steuern finanziert werden. Verschiedene Privatschulen sowie Sprachschulen decken dann die übrigen zehn Prozent. In diesem Fall kommen die Familien selbst für das Schulgeld auf. In enger religiöser Verbindung stehen vier von fünf Privatschulen, in denen Religionslehre ein festes Unterrichtsfach ist. Darüber hinaus gibt es eine kleine Anzahl von Eltern, die ihre Kinder zu Hause selbst unterrichten.

Die Elementary School, also die Grundschule umfasst traditionell die Klassen K für Kindergarten bis 8. In manchen Gegenden endet aber die Grundschule bereits mit der 6. Klasse und wird durch die Middle School oder Junior High School abgelöst. Die High School umfasst dann die Klassen 9 bis 12 (bzw. 10 bis 12).

In den USA gibt es kein nationales Schulsystem. Jedoch erlässt die Bundesregierung Richtlinien und gibt Zuschüsse für öffentliche sowie private Schulen. Alle 50 Bundesstaaten haben ihre eigenen Bildungsgesetze. Obwohl diese Gesetze sich sehr unterscheiden, so besteht dennoch in jedem Bundesstaat Schulpflicht bis zum Alter von 16 oder 18 Jahren. Auf diese Art ist gewährleistet, dass jedes Kind in den USA eine Schulbildung von elf Jahren erhält.

Zu den Herausforderungen, welche die Bildungsreformen nach sich ziehen, haben amerikanische Schulen mit neuen sozialen Problemen zu kämpfen. So müssen sie zum Beispiel den Zustrom der Einwandererkinder bewältigen, welche oft nur wenig oder gar kein Englisch sprechen. Der Unterrichtsstoff muss nach neusten Forderungen dem kulturellen Hintergrund aller Schüler entsprechen. Die Schulen müssen gewährleisten, dass alle Schüler die für den Arbeitsmarkt notwendigen Grundkenntnisse erlangen. Zudem müssen sie sich auf die Bedürfnisse nicht traditioneller Schüler einstellen, z.B. auf Schülerinnen, die bereits Mutter sind.

Diese Probleme werden von den Schulen auf ganz unterschiedliche Weise gelöst. So spiegelt sich die Vielfalt des Bildungswesens wider. So stellen einige eine große Lehreranzahl, die Englisch als Fremdsprache unterrichten, ein oder bilden diese aus. Andere Gemeinden wiederum richten bilinguale (zweisprachige) Schulen ein. Die traditionellen Unterrichtsformen, die auf das Wesentliche hinauslaufen, werden durch Material aus afrikanischen, asiatischen und anderen Kulturkreisen ergänzt. Zudem vermitteln die Schulen auch kognitive Kompetenzen, welche für die 40 Prozent der Schüler wichtig sind, die nicht auf die Hochschulen wechseln.

Innerhalb der Industrienationen sind die Vereinigten Staaten führend was den Prozentsatz der Schüler angeht, die eine Hochschulbildung erlangen. Für Berufszweige wie Jura, Medizin, Erziehungswissenschaften und Ingenieurswesen ist die Universitätsausbildung eine nötige Grundvoraussetzung. Über 60 Prozent der US-Bürger sind in einem Berufsfeld beschäftigt, welches die Auswertung von Informationen beinhaltet. Dafür reicht ein High School Abschluss oft nicht aus. Andere Berufe, die nicht direkt einen Hochschulabschluss voraussetzen, geben allerdings Denjenigen eine bessere Einstiegschance, die einen haben. Außerdem kann es sich positiv auf das Gehalt auswirken.

Das sogenannte "GI Bill" ist ein Gesetz, welches 1944 vom Kongress verabschiedet wurde. Es gewährte allen Armeeangehörigen (GIs) eine finanzielle Unterstützung für Aus- und Weiterbildung nach dem Ende des zweiten Weltkrieges. In diesem Gesetz hat das breite Angebot an Universitäts- und Collegekursen seinen Ursprung. Über zwei Millionen Veteranen des zweiten Weltkrieges sowie des Korea Krieges haben mit Hilfe des GI Bills studiert. Viele davon stammen aus ärmlichen Verhältnissen und hätten ohne dieses Gesetz wahrscheinlich nie die Möglichkeit gehabt, eine Universität zu besuchen. Nachhaltig hat der Erfolg dieses Programms die Einstellung der US-Bürger bezüglich der Universitäts- oder Fachhochschulausbildung verändert.

Zur selben Zeit stieg der Prozentsatz der Frauen an US-Universitäten stetig an. Von 24 Prozent im Jahre 1950 stieg die Anzahl der Studentinnen zum Jahre 2000 auf 57 Prozent. Das Ende der Rassentrennung in den fünfziger und sechziger Jahren ermöglichte auch den Afroamerikanern ein besseres Bildungsumfeld. Im Jahre 2000 besuchten 56,2 Prozent der schwarzen Amerikaner mit High School Abschluss eine Universität.

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