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Bildung in Frankreich

Das französische Schulsystem und Bildungswesen

 

Die Vorschule bis zum 6. Lebensjahr ist wie in vielen Ländern auch freiwillig. Die Grundschule dauert 5 Jahre in Frankreich. Danach erfolgt der Sekundarbereich I (Collège, 4 Jahre) und der Sekundarbereich II für Allgemein- u. Berufsbildung, der in der Regel 3 Jahre umfasst. Danach entscheiden die Schüler sich eventuell noch für ein Kurz- oder Langzeitstudium an einer Hochschule.

Die jeweils nächst höhere Bildungsstufe kann erst angetreten werden, wenn die vorhergehende erfolgreich abgeschlossen wurde. Im Allgemeinen besteht eine Schulpflicht von zehn Jahren. Für den zweiten Sekundarbereich gibt es zwei Untergliederungen:

Allgemeinbildender Weg:

Bei dieser Unterrichtsform steht die Erziehung zum abstrakten Denken im Vordergrund. Die erfolgreiche Absolvierung dieses Sekundarbereichs wird mit hohem Ansehen und den besten beruflichen Aussichten belohnt.

Technischer Weg:

Er kann an einem LEGT (Lycée d'Enseignement Général ou Technologique) mit allgemeinbildenden und technischen Abiturzweigen oder an einem speziellen technischen Gymnasium beschritten werden. Hier werden Allgemeinbildung und die Aneignung von Fachtheorie und Fachpraxis verbunden. Ergebnis: fachbezogenes Abitur oder Technikerabschluss.

Da es keine konkurrierende Fachhochschulreife gibt, spielt das Abitur eine zentrale Rolle für den Zugang zum gesamten tertiären Bildungsbereich einschließlich der höheren Technikerausbildung.

Hochschulwesen

Grundsätzlich haben alle Abiturienten das Recht eine Universität zu besuchen. Jedoch gibt es studienbegleitende Jahresprüfungen, die in manchen Fächern sehr rigoros ausfallen können und etwa 50% der Studenten zu einer Neuorientierung zwingt. In den meisten Fächern gliedert sich das Studium in drei Studienphasen, welche aufeinander folgen und jeweils zwei Jahre andauern.
  • 1. Studienphase (Premier Cycle) dient der allgemeinen Orientierung und Vermittlung von Grundlagenwissen sowie Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens. Bei geistes-, sozial- und naturwissenschaftlichen Studiengängen bekommt man nach Absolvierung das "Diplôme d'Études".
  • 2. Studienphase (Deuxième Cycle) ist ein umfassendes berufsqualifizierendes Fachstudium und endet mit einer Magisterprüfung. Nach drei Studienjahren besteht die Möglichkeit, die Uni mit einer "Licence" zu verlassen. Diese stellt eine Zusammenfassung bestandener Klausuren dar und ist die Eingangsqualifikation für Zulassungsprüfungen zum Staatsdienst (z.B. Lehrämter für Sekundarstufe).
  • 3. Studienphase (Troisième Cycle) ist der Forschung gewidmet oder zur Vermittlung von Berufsqualifikationen höchster Ebene gedacht.

Folgende Abschlüsse resultieren daraus:

  • Diplôme d'Etudes Supérieures Spécialisées (DESS, berufsorientierter Abschluss)
  • Diplôme d'Etudes Approfondies (DEA, forschungsorientierter Abschluss)

Spezialhochschulen

Spezialhochschulen (Grandes Ecoles) gibt es in Frankreich seit dem 18. Jahrhundert hauptsächlich für die Bereiche Ingenieurswesen und Wirtschaft. Allerdings ist die Aufnahme wegen der schwierigen Auswahlprüfung nur den Wenigsten (ca. 10% der Abiturienten) gewährleistet. In der Regel dauert dieses Studium dann zwei Jahre und wird im Erfolgsfall mit einem Diplom belohnt.

Kurzstudiengänge

Ein Kurzstudiengang umfasst zwei Jahre und richtet sich vor allem an Techniker. Folgende Abschlüsse resultieren daraus:
  • Diplôme Universitaire de Technologie (DUT); zu erreichen an speziellen Hochschuleinrichtungen, dem Institut Universitaire de Technologie (IUT)
  • Brevet de Technicien Supérieur (BTS); zu erreichen an einer Section de Techniciens Supérieure (STS)

Die STS-Sektionen drehen sich, dem Namen im Widerspruch stehend, nicht nur um den Technikbereich, sondern auch um Naturwissenschaft und den Kaufmännischen Bereich.

Berufsbildung

Die Berufsbildung kennzeichnet sich in Frankreich durch rein schulische Organisation. Sie ist somit der Logik des Schulwesens unterstellt. Die Ausbildungen finden neben dem technischen Weg zur Hochschulzugangsberechtigung an technischen Gymnasien in beruflichen Vollzeitschulen (Lycée Professionnel) statt.

Folgende Abschlüsse sind möglich:

  • CAP (Certificat d'Aptitude Professionnelle) mit ca. 202 Fachrichtungen
  • BEP (Brevet d'Etudes Professionnelles) mit ca. 44 Fachrichtungen
  • Berufsabitur Bac Pro (Baccalauréat Professionnel) mit ca. 38 Fachrichtungen.

Ein Abschluss des Sekundarbereichs II, der die Hochschulreife mit einer berufsorientierten Ausbildung kombiniert.

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