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In der Liste der am häufigsten gesprochenen Sprachen steht Japanisch mit etwa 127 Millionen Sprechern und einem Anteil von 2,4% an der Weltbevölkerung auf Platz 8. Gesprochen wird es, außer in Japan selbst, hauptsächlich in den USA (ca. 200.000 auf dem Festland u. 220.000 auf Hawaii) und Südamerika (ca. 380.000, vor allem in Brasilien) was auf drei große Auswanderungswellen vom Ende des 19. Jahrhunderts bis Mitte des 20. Jahrhunderts zurückzuführen ist.
Bis heute ist der Ursprung und die Einordnung der japanischen Sprache unter den Forschern nicht eindeutig geklärt. Nur die Verwandtschaft zu den Ryukyu-Sprachen auf den Ryukyu-Inseln ist nachgewiesen worden. Diese Sprachen werden von den Sprachwissenschaftlern auch als japanische Dialekte gedeutet.
Das älteste erhaltene japanische Schriftzeugnis, das Kojiki, stammt erst aus dem 8. Jahrhundert. Aus der Zeit der frühesten altaischen Schriftzeugnisse (Orchon-Runen, Kitan-Schrift). Erkenntnisse der japanischen Sprachgeschichte vor diesem Zeitpunkt sind quasi linguistische Rekonstruktionen und Übertragungen archäologischer oder genetischer Untersuchungen.
Zudem weist das Japanische morphologisch, phonetisch und syntaktisch Ähnlichkeiten zum Koreanischen und den altaischen Sprachen auf. Das Altjapanische hat hingegen auf dem Gebiet der Morphologie und Phonetik auch seine Eigenheiten.
Die Japaner sind genetische Nachkommen zweier unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen, die beide zu unterschiedlichen Zeiten über Korea nach Japan eingewandert sind. Gemeint sind die Jomon-Bevölkerung (etwa 10000 v. Chr.) und die Yayoi-Bevölkerung (etwa 900 v. Chr.). Die Gruppen haben sich genetisch und sprachlich vermischt.
Spätestens im 7. Jahrhundert nach Christus fand dann der Bruch zwischen Japanisch und Koreanisch statt, als der koreanische Staat Silla die Halbinsel eroberte und somit seine Sprache durchsetzte. In Japan hingegen entwickelte sich in der Askura-Zeit eine eigenständige Kultur.
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